simple things — primitive skills

Die wichtigsten Schwerpunkte dieses Werkens mit der Hand liegen in dem geschickten Gebrauch einfacher Werkzeuge, einer umfangreichen Materialkenntnis und dem Vermögen, funktionelle Problemme mit diesen Kenntnissen zu lösen.

Jögge Sundqvist

Ganz mein Ding …

Ich lade dich ein, diesen Gedanken metaphorisch zu destillieren, und pädagogisch zu interpretieren:

Aus dem was da ist – mit dem was ich da habe – und dem was ich schon kann – das schaffen, was ich jeweils benötige.
Aus eigener Kraft.

Eine prägnantere Umschreibung des ausgelutschten Begriffs „Selbstwirksamkeit“ kann ich mir nicht wünschen.

… mit eigener Hand

Umfassend verstanden: Die Sache, einfach jegliche Sache die mich betrifft, in die Hand nehmen, und selber, Selbst daran werken, schauen was geht und was sich entwickeln lässt: es werde, es wird, und da ist es dann …

so dass es passt

Interessant, wie sich da alles fügt – ergibt sich tatsächlich! Und jetzt hab‘ ich’s. Da!

Flow-tree Flow-tree erkunden – erkennen – entwickeln

Flow-tree Flow-tree erkunden – erkennen – entwickeln

SLOYD

Gefragte Skills in zeitlosem Gewand

Sloyd – Intro

Sloyd heißt

… noch dazu schwedisch, soviel wie „g’schickt“, nützlich, praktisch. Ach so. Ahahh …

mit eigener Hand

„Selbst in die Hand nehmen“ bringt es wunderbar auf den Punkt: Lernen, Selbst und selber machen, Entwicklung von Fertigkeiten und Zutrauen, Gestaltungwille, Selbstvertrauen … und immer wieder die praktischen Ergebnisse in der Hand halten.

entsprechende Formen finden

Ausleben von Kreativität und eigener Natur. Kraftquelle, Regeneration, Inspirationsquelle, und sich Bewähren entsprechend den Notwendigkeiten. Mut zur autonomen Formgebung und der Wille zur Gestaltung prägen den Zugang bis hinein ins ganz Alltägliche.

für die Praxis bestens geeignet

Alles spielt hier zusammen. Was ist vorhanden? Eignet sich wofür? Wahrnehmung relevanter Eigenschaften. Material und Werkzeug finden zusammen. Schaffen als selbstlaufender Prozess der Transformation und eigener Entwicklungen. Ertragen der Ungewissheiten, Erkennen hilfreicher Signale.

Sloyd vereint essentielle und aktuellste Skills unserer Zeit in einem praktisch zeitlosem Gewand.

Von der angelegten Fähigkeit zur entwickelten Fertigkeit

Was ich erzeugt, geschaffen habe, mir „hergerichtet“ habe wird meiner Welt verfügbar. Als Ergebnis und am Weg dazu habe ich mir angeeigtet: Material, Werkzeug, Schaffensprozess, Selbsterfahrung, das Endergebnis, insgesamt eine Erweiterung meines Erfahrungsraums und meiner Handlungsmöglichkeiten.

Das sind zentrale Punkte dessen, was mit dem etwas witzigen Namen „Sloyd“ bezeichnet wird.

aus der Praxis für die Praxis

Es funktioniert – und weil einfach praktisch, immer: Was ist alles vorhanden? Mit dem Vorhandenen ist umzugehen, aus nichts anderem lässt sich etwas machen, daraus ist alles gemacht. Denn auch was jetzt ist, wurde einst erst einmal entwickelt. Und nun bin ich es, der die Entwicklung weiter führt. Wenn ich mich geschickt anstelle, mache ich es mir so einfach und praktisch wie möglich. Sloyd eben.

Was dabei nebenbei klar wird: Die Verantwortung für mein Handeln übernehme ich selbst, und ich nehme sie entweder nicht oder eben umfassend wahr. Sobald ich aktiv handle, greife ich ein. Weil ich entschieden habe, eingreifen zu wollen. Sofern ich da etwas zu Tun sehe, das ich auch in die Hand nehmen möchte, das ich ergreifen will. Auf dass es auch angemessenes Sloyd wird.

entwickelt, mein „eigen Geschick“ entwickeln

Schau an! Einfach, geschickt, einfach geschickt gemacht. Sloyd wurzelt ursprünglich im alltäglichen Bedarf und den alltäglichen Bedürfnissen der einfachen schwedischen Landbevölkerung. Und so sprach der alte Schwede, sein Werkstück begutachtend: „das habe ich aber ganz schön sloyd hinbekommen“. In schwedisch natürlich, und wie immer es bei ihm ausgesehen haben mag!?

Sloyd – Konkret

Es war gar keine so triviale Aufgabe, mit wenigen Worten die Bedeutung des Begriffs Sloyd zu umschreiben. Und der Beispiele sind eher zu viele – und auf den ersten Blick vielleicht auch einfach zu unterschiedliche, um „das Sloyd darin“ zu erkennen. Prinzipiell jedoch gilt:

Angemessen, Entsprechend

Ein jedes Ding, das von mir für meine Benutzung angepasst wurde, kann im Grunde bereits der „Kategorie Sloyd“ zugeschrieben werden: Im Unterschied zur standardisierten Normversion, hergestellt in […], macht ein von mir für mich zurecht gebrachter Griff meines liebsten Kochlöffels den wesentlichen Unterschied. Für mich, der beste Köchlöffel, das kann ich dir sagen!

Meine umfangreiche Garderobe „hier bei mir in der Wohn-Werkstatt“ führt das Prinzip des „so gewachsen Seins“ viel deutlicher vor Augen. Was im Praktischen heißt: ein offenerer Blick für mögliche Eignung, bedarfsgerechte Verwendung – innerhalb eines der aktuell anstehenden Projekte. Das Unbehagen am Bedarf eines allzu begrenzenden Schlüssellochs schärft den Blick für jede mögliche Form eines passenden Schlüssels.

folglich

Ein ausgesprochen offener Blick für alle in Frage kommenden Lösungen. Auch die du weißt schon, und die warum auch immer nicht. Tatsächlich erweist der Sinn zu vertrauen: ss findet sich, doch tatsächlich, liegt eh auf der Hand. Wirst schon sehen — wennst schaust, und DAS liegt in der Tat bei dir.

Passt ganz einfach

Zurück zum Beispiel meiner Garderobe: der gewundene Stamm einer jungen Buche, passend verzweigt, war mir schon oft im Vorübergehen aufgefallen. Eines Tages vom städtischen Dienst umgeschnitten, liegt er jetzt einfach so da, und spricht mich auf den ersten Blick an. (Selber umgeschnitten hätte ich ihn nie.) Gut – dann nehm ich dich mit … daheim geduldig beschnitten und geglättet, entsprechend ausgewogen, aufgehängt – und schon hängt meine Jacke dran. Sowas von Garderobe, das musst du erst mal finden!

Besucher sehen das schöne Stück aber leider selten: Mein sämtliches Alltagsgewand hängt„seit scheinbar immer schon“ dort. Natürlich griffbereit. Sloyd halt … ich beginne mich wohl echt zu wiederholen, seufz …

Hält Ewig

Bei einem geschickt Sloyd Gemachten können wir das Modewort „nachhaltig“ auch getrost mit dem ewigen Begriff „haltbar“ ersetzen. Und es entwickelt sich ein natürlicher Respekt all den alltäglichen Dingen unser aller alltäglichen Alltags gegenüber. Eine angemessene „nachhaltige“ Haltung.

Der wirksamste Lohn ist allerdings die zuverlässige Empfindung, das sich einfach darauf Verlassen und die Genugtuung, hiermit ein Ergebnis eigener Entwicklung praktisch anzuwenden. Dazu jedes Mal wieder dieses zufriedene Gefühl des Selber-gemacht-habens – Unwiderstehlich.:Für meine Person ein steter Quell der Freude und damit motivierendes Momentum, geschickt selber Hand anzulegen und „die Dinge“ auch weiterhin selbst in die Hand zu nehmen.

Bürste in Käferform geschitzt, Klapp-Schnitzmesser mit zwei Klingen, Feuerzeug mit Leder überzogen und genäht

Drei Beispiele für die einfache Grundidee:

  • Für meine Hand war das Feuerzeug etwas zu klein. Lederreste von den Lederscheiden, Nadel und Faden, halbe Stunde Arbeit, fühlt sich deutlich besser an, passt.
  • Das geniale Klapp-Schnitzmesser hatte Metall an den Griffschalen, ich schwitze bei der Arbeit in den Händen, wodurch das Werkzeug nicht sicher in der Hand lag. Damit war es praktisch unbenutzbar. 4mm Rindsleder, Kontaktkleber, Zurechtformen wirklich griffiger Griffschalen, liegt in der Hand wie eine zweite Haut.
  • Das Bürsterl benutze ich zum Entfernen kleiner Snippeln beim Schnitzen. Der Griff besteht aus Buchenholz. Hmm. Nach ein paar Schnitten hatte sich die Vorstellung eines Insekts herausgebildet … ein weiteres Beispiel dafür, dass auch eine schmucke Ausführung klassischer und wesentlicher Teil des Sloyd ist. Gefällt mir.

Wie und wo womit beginnen?

Schön und gut. Verstanden. Wie aber „mache ich Sloyd“? Welche Ausgangspunkte „sloyden Handelns“ stehen prinzipiell zur Verfügung?

Wie komme ich in Gang? Wie kann da was wie in die Gänge kommen …

In der Praxis vermittelt dir Zugang

Werkzeug – da will ich doch gleich … wozu es mich (hin)(ver)führt

Spricht an, will, und verlangt manchmal fast schon, in die eigene Hand gespürt zu werden.

Vom Werkzeug-Benutzer zum Werkzeug-Macher, oder: wenn du siehst wie gut es geeignet ist, für das, wofür es gemacht ist.

Ein geschickter Umgang macht im Prinzip alles Praktische möglich. „Ob sich da was machen lässt“ zeigt irgendwann schon der erste Blick. Geeignetes Werkzeug findet wie von selbst den Weg zur Hand. Oder war es anders herum?

WOMIT

… ich „etwas“ machen will

Material – was ich da in Händen halte … spricht mich an, sagt mein Gespür

Bekömmliche Nahrung für hungriges Werkzeug und Schöpfungswillige. Geschmack, Geruch, Gespür führen zusammen, was sich anzieht und zusammen wirkt.

Erfahrung, dabei bleiben und sammeln, Erfahrung, Schauen. Ein bisschen ein Auge für die Dinge entwickeln. Der Rest findet sich, oftmal wie von Selbst!

WORAUS

… ich „etwas“ machen will

Schaffensprozess – in Wahrheit würd ich wirklich gerne … — was zu tun ist, und wenn, dann jetzt!

Wenn „etwas draus“ wird, geht es doch eigentlich eh wie von Selbst.
Es kommt ja auch vom Selbst von selber, verlass‘ dich drauf.
Und du schau ruhig dabei zu, wie Es was wird.

„Alles findet zusammen, was zusammen passt. Dafür haben wir unsere Sinne. Und was uns anspricht, womit wir in Resonanz gehen, das sagt uns was. Getrost verlasse ich mich darauf, „der Rest sagt mir im Wesentlichen nichts“. Und was für mich relevant ist, nehme ich wahr. So funktioniert das.

Was bei aller rationalen Erklärerei ergänzt werden muss: der Moment des Sich-Findens und des Sich-zusammen-Fügens verspricht ein jedes Mal wieder höchstes Glück durch Zufriedenheit. Geschafft, geschaffen!

& – so spielen wir alle – sich einfach und mit sich – und mit ein ander

WIE GENAU

… ich „etwas“ machen will

Was dabei herauskommt, wenn …

… ich „etwas“ machen will

Zuverlässig „unterwegs & in Aktion“ bleiben

Individueller Ausdruck und Mut zur Kreativität: Damit kommst du wirklich voran, bleibst immer ganz nah dran, und gehst irgendwann darüber hinaus. Falls du meinst, du stehst grad an. Also öfter Mal.

Bonus: Du erarbeitest dir und nimmst unterwegs genau das mit, was du unterwegs brauchst. Was sonst? Und den Rest hinten nach bitte wieder aufräumen! Na dann: gute Zeit und guten Weg für alles Weitere! (Mir fiel da unterwegs eh was auf, da könnte man doch wirklich mal … was? WIE?)

Ich hoffe, das klärt den Begriff

Sloyd – geschickt einfach, praktisch, gut so, lassen wir so

In Wahrheit ein Leben lang

Ganz ehrlich: als Projekt ist Sloyd eine Lebensaufgabe wie das Tao Te King oder das I Ging. Lohnend, beschäftigend, nie enden wollend. Was will Mann (da meine ich mich, was bleibt mir denn …) denn mehr an Sinnstiftung im Leben? Und klingen tut’s doch auch noch irgendwie witzig, oder: „sloyd! ha – he oida kum – gemma, tamma sloyd, samma sloyd, gemma sloyd …“

Wenn du „dein Leben aber ordentlich Sloyd Oida“ willst, dann ist das ein Projekt, das wir gemeinsam verfolgen. Lass‘ uns Erfahrung austauschen, ich bitte darum.

Als Handfeste Beispiele für praktische und lohnende Workshops fallen mir ein:

  • Workshop „Spazierstock“ – lohnender als ich selber mir je gedacht hätte, glauben dürfen zu können: kein Spaziergang wird danach sein wie zuvor! Sie wachsen wirklich überall! Da, schon wieder! „schau, gib dir diese Form, und da, sowas hab ich – glaub ich wirklich – noch nie so gesehen“ …
  • Ich könnte euch noch tausend Gründe nennen, wenn ich nur welche wüsste. We love him.
  • sogar der erstgenannte Grund war mir persönlich tatsächlich schon absolut genug – seit mittlerweile acht Wochen (heute: 15Apr26 and running) …

Ende Entwurf Ideensicherung, welcome watchers! #euerguido

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