Intro
Draußen, das ist ein weites Feld, im wahrsten Sinne des Wortes. Outdoor lautet der englische Begriff, von der modernen Marketingmaschinerie meiner Ansicht nach deutlich überstrapaziert.
Für mich ist Draußen Sein Können wesentlich. Nirgends kann ich besser denken, gewinne Abstand oder komme wieder in Schwung. Nicht zu vergessen all die Gelegenheiten, bei denen ich mich an einem geeigneten Ort eine Zeit lang aufhalten will.
Bei jedem Wetter, zu jeder Gelegenheit, zu der es mich hinauszieht: Sei es mal eben ein Stück mit dem Hund, ein Kaffee am Flussufer oder im kühlen Wald, oder ob ich mir für vier Tage die Ruhe der Almen und des Hochwaldes gönne.
Da trennen sich Spreu und Weizen, bewähren sich die Versprechen der Hersteller. Oder auch nicht, oder zumindest nicht so ganz. Handelt es sich um tatsächlich zu bewältigende Bedingungen, helfen mir theoretische Qualitäten aus dem Labor in der Praxis wenig.
Es spielen auch eine Vielzahl von Faktoren in verschiedenen Situationen eine unterschiedliche Rolle, ob ich es mir gut gehen lassen kann. Und um es klar zu sagen: ich gehe raus, um es mir gut gehen zu lassen.
Sportliche Ambitionen verfolge ich weniger, auch wenn sich entsprechende körperliche Kondition natürlich ergibt. Die gesundheitlichen Aspekte akzeptiere ich ebenso dankbar wie die innere Ausgeglichenheit, die im Freien verbrachte Zeit zuverlässig stärkt.
Die große Frage, die sich mir in dieser Form ein Leben lang stellt: was nehme ich mit? Was ziehe ich an? Was habe ich vor? Was will ich dabei haben, was brauche ich nicht mitschleppen? Was brauche ich „für den Fall“?
Daraus ergibt sich die Folgefrage: wie soll ich das ganze Zeug tragen? Wo einstecken, worin packen? Und weiter: wann vergehen die Rückenschmerzen vom vielen Tragen wieder?
Ich schätze, das Problem ist damit klar umrissen: was brauche ich wirklich, um zu erreichen, was ich erreichen will? Und wie gehe ich, tue ich mir, und trage ich am leichtesten?

